Freiburger Fastentuch
Pünklich zu Aschermittwoch hängt das bedeutende Freiburger Fastentuch wieder bis in die Karwoche hinein im Hochchor des Münsters.

Ursprünglich wurde das Fastentuch am Choreingang aus dem Gewölbe heruntergelassen und ergänzte damit den damals dort von 1583-1790 stehenden Lettner nach oben. Der Chorraum konnte somit vollständig in der Fastenzeit verdeckt werden.
Nach einer umfassenden Restaurierung in den Jahren 2001-2002 wird das Fastentuch nun im hinteren Hochchor vor dem Hochaltar aufgehängt. Es befindet sich außerhalb der Fastenzeit in einer klimatisierten Aufbewahrung außerhalb des Münsters.
Das Fastentuch kann aus der Nähe zu den Öffnungszeiten des Chorumgangs besichtigt werden.
Wussten Sie schon, dass es noch ein zweites Fastentuch im Münster gibt?
Das sogenannte "Kleine Fastentuch" wurde 1611, also ein Jahr vor dem großen Fastentuch, fertiggestellt. Es mißt 2 x 3,20m und zeigt als Thema, wie Simon von Cyrene Jesus hilft, das Kreuz zu tragen. Möglicherweise wurde dieses Fastentuch außen am Lettner aufgehangen, um einen Altar zu verhängen, wohingegen das große Fastentuch über dem Lettner hing, um den Blick in den gesamten Chorraum zu verdecken. In Auftrag gegeben wurde das Kunstwerk durch die Eheleute Claudius Aichel und Margarethe (?) Unger - ihr Wappen ist auf dem Bild zu erkennen. Es wurde erst unlängst restauriert und ist im südlichen Chorumgang gegenüber der Schnewlin-Kapelle an der Chorschranke zum Hochchor zu sehen.

