Passionsfenster

 
 
 
 
Auf den vier kleinen Scheiben sind Szenen aus der Leidensgeschichte Jesu dargestellt: die Kreuzigung, Kreuzabnahme, Grablegung und Auferstehung. Sie gehören zu einem Zyklus von insgesamt zwölf Darstellungen, die die Freiburger Glasmaler Andreas und Lorenz Helmle nach Vorlage von Druckgrafiken Albrecht Dürers für die Abendmahls- und Heiliggrabkapelle anfertigten. Die Brüder Helmle gelten als Pioniere des Wiederauflebens der Glasmalereikunst im 19. Jahrhundert. Bereits zu ihrer Entstehungszeit galten die Fenster als Meisterwerke der Glasmalereikunst. Stifter war der Johnanniterkomtur Benedikt von Reinach-Werth in Andenken an seine Eltern. 
 
Beim Bombenangriff auf Freiburg am 27.11.1944 wurden die Scheiben  zerstört. Ein Denkmalpfleger barg die Scherben aus dem Trümmerschutt, sortierte sie und bewahrte sie über Jahrzehnte auf. 1995 kam der Scherbenbestand in den Besitz des Ordinariats. Mit Studenten und Restauratoren konnten fünf Scheiben rekonstruiert werden: Vier wurden 2005 in der Abendmahlskapelle eingebaut, die fünfte befindet sich im Depot.