
Konstanzer Fenster

Das zweibahnige Fenster setzt sich aus Scheiben zusammen, die sich einst im Konstanzer Münster befunden haben. Im Zusammenhang mit der Auflösung des Bistums Konstanz und der Neugründung des Erzbistums Freiburg wurden sie 1818/19 in dem Seitenschifffenster des Freiburger Münsters eingebaut.
Die rechte Fensterbahn füllen Gläser aus dem sog. Klingenberg-Fenster, das der Domherr Ulrich von Klingenberg für das Konstanzer Münster um 1320 gestiftet hatte. Er und ein weiterer Stifter knien im verkleinerten Maßstab unter dem zentralen Kreuzigungsbild. Diese Darstellung gilt als ein Hauptwerk der Konstanzer Kunst der Hochgotik.
In der linken Fensterbahn sind spätgotische Scheiben mit verschiedenen Christusszenen eingefügt: unten in der Mitte seine Auferstehung, daneben Christus als Auferstandener und seine Himmelfahrt, darüber das Jüngste Gericht mit Christus als Weltenrichter und der Auferstehung der Toten. Diese Glasbilder entstanden in einer Ulmer Werkstatt um 1430. Im Dreipass befindet sich der Kampf des Erzengels Michael aus dem Klingenberg-Fenster von 1320.
