Annafenster

 
 
 
 
 
Das von den Bergbauunternehmern der Annagrube in Todtnau gestiftete Fenster zeigt die Heilige Sippe: Anna, ihre Tochter Maria mit dem Jesuskind, Marias Schwestern - Maria Salome und Maria Cleophae - und deren Kinder. Hinter der steinernen Brüstung  stehen Joseph und die drei Ehemänner Annas. 
 
Das Bild der Heiligen Sippe war im 15. und 16. Jahrhundert sehr beliebt und beruhte auf der Verehrung Annas im Zusammenhang mit dem Marienkult des späten Mittelalters. Anna ist überdies Schutzherrin des Bergbaus und Namensgeberin vieler Bergbaugruben und -städte (Annaberg).
 
Der Entwurf stammt vom Straßburger Künstler Hans Baldung Grien, dem Maler der Hochaltartafeln. Ausgeführt wurde es in der Freiburger Glaswerkstatt des Hans von Ropstein. Die Gestaltung erfolgte in der sog. Grisaille-Technik (Graumalerei), bei der man mit abgestuftem Schwarzlot, Eisenrot und Silbergelb auf überwiegend farbloses Glas malte.
 
Hinweis: Die Sakramentskapelle kann nicht besichtigt werden. Sie ist ein Raum der Stille und der Anbetung.