Die Entstehung der Münstersakristei steht im Zusammenhang mit dem Beginn des spätgotischen Chorneubaus, der um die Mitte des 14. Jhs. begann. Vermutlich wurde die Sakristei schon vor Baubeginn des neuen Chores geplant und in Teilen errichtet. Sie ist ein längsrechteckiger Raum, der zwischen dem Südquerhausarm und dem südlichen Chorkapellenkranz liegt. Von der Südseite belichten drei hohe Fenster den Raum. An der Nordseite grenzt sie an den südlichen, romanischen Hahnenturm sowie an den Chorumgang. Blendbögen und Schachbrettfries an Nord- und Westwand sind Motive der romanischen Bauteile des Hahnenturms und des Südquerhausarmes und somit Zeugnis einer früheren Bauphase des Münsters.
Die Sakristei mit ihrer reichen Innenausstattung besitzt eine hohe wissenschaftliche, insbesondere sakral-, architektur-, kunst- und ausstattungsgeschichtliche Bedeutung, sowie besonderen künstlerischen Wert. Durch die Entstehung im ausgehenden Mittelalter kommt der Sakristei einschließlich ihrer Ausstattung ein hoher Alterswert zu.
Die Sakristei dient der sorgsamen Verwahrung von Paramenten und liturischen Geräten, die während der Messe erforderlich sind, sowie der Gottesdienstvorbereitung, aber auch -nachbearbeitung. Dazu zählen die geistige Vorbereitung des Priesers als auch das Richten von Messbuch und Kelch sowie das Anlegen der liturgischen Gewänder. Ihrer Funktion entsprechend ist die Sakristei mit Schränken möbliert, die zur Unterbringung der für den Gottesdienst notwendigen Gegenstände dienen. Die Schränke sind in vermutlichzwei Ausstattungsphasen im 18. Jh. entstanden.
Erforderliche Maßnahmen
Die Steinoberflächen sind durch Ruß und Staub stark verschmutzt. Historische Fugenmörtel, Malschichtreste sind zur Vorbeugung von deren Verlusten zu sichern. Die Sakristeischränke (erste Hälfte des 18. Jahrhunderts) sind durch die intensive und ständige Nutzung stark verschmutzt. Es sind kleinere Verluste der Funiere, Schäden am Holz und Risse, abgebaute Oberflächenüberzüge, nachträglich unsachgemäß eingebrachte Pflegeschichten (Sockelbereich) sowie schwergängige, z.t nicht funkionierende Beschläge und Führungen (Vorbeugung von Folgeschäden) festzustellen. Die Fenster und UV-Verglasungen sowie Metallgegenstände und Gemälde sind stark verschmutzt. Die gesamte Innenausstattung ist zu restaurieren. Daneben bestehen Mängel an der elektrischen Installation und dem Raumklima. Schlussendlich gilt es auch, die Sakristei in einem historisch gewachsenen, aber auch heute noch voll funktionierenden Zustand zu bewahren.
Die prognostizierten Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 900.000 Euro. Die Freiburger Münsterstiftung beteiligt sich großzügig mit 102.000 Euro, die Dr. Ellen-Gottlieb-Stiftung und die Gottlieb-Stiftung mit einem bedeutenden Betrag von insgesamt 207.500 Euro. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert das Projekt mit 60.000 Euro. Daneben fördert das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen (MLW) des Landes Baden-Württemberg die Restaurierung der Sakristei mit 166.000 Euro aus Erlösen der Staatlichen Toto-Lotto GmbH.
Wenn auch Sie die Restaurierung der Sakristei unterstützen möchten, überweisen Sie bitte Ihre Spende mit dem Vermerk "Restaurierung Sakristei" auf das Konto des Münsterfabrifkonds Freiburg.
Die Arbeiten begannen im Herbst 2024. Alle Maßnahmen plant und koordiniert das Erzbischöfliche Bauamt Freiburg.
Die Arbeiten begannen im Herbst 2024. Alle Maßnahmen plant und koordiniert das Erzbischöfliche Bauamt Freiburg.
Allen Spenderinnen und Spendern, der Münsterstiftung, der Ellen-Gottlieb-Stifung und dem Land Baden-Württemberg ein herzliches Dankeschön für Ihr finanzielles Engagement!



































